Home
TERMINE

Do, 24. August 2017, 20.00 Uhr
"Linzer Orgelsommer" 2017
an der Brucknerorgel im Alten Dom
Bine Kathrine Bryndorf (Kopenhagen)
Alter Dom, Seiteneingang, Domgasse 3, 4020 Linz

So, 27. August 2017, 18.20 Uhr
Die Goldene Stunde
YVES CASTAGNET & VIRGILE MONIN
www.diegoldenestunde.at
Jesuitenkirche Wien, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 1

Mo, 4. September 2017, 20.00 Uhr
Konzert
zu Bruckners Geburtstag
Bruckner Symphonie Nr 8 in der Fassung für Klavier zu vier Händen, Klavierduo: Dino Sequi und Gerhard Hofer
Alter Dom, Seiteneingang, Domgasse 3, 4020 Linz

Mo, 11. September 2017 - Do, 14. September 2017
Berufung im Alter
Lehrgang für Ordensleute
P. Klaus Schweiggl SJ, Mag. Carina Spernbour-Näpflin, Anmeldung erforderlich
Kardinal König Haus, 1130 Wien

Fr, 15. September 2017, 18.00 Uhr - So, 17. September 2017, 17.00 Uhr
Ikonenmalen
P. Iwan Sokolowski SJ, Renate Grasberger
Anmeldung und Informationen im Kardinal König Haus
Kardinal König Haus, 1130 Wien

Fr, 22. September 2017, 18.00 Uhr - So, 24. September 2017, 12.00 Uhr
Tage der Stille
P. Reinhold Ettel SJ
Ignatiushaus, Linz

Fr, 3. November 2017, 18.00 Uhr - So, 5. November 2017, 12.00 Uhr
Tage der Stille
P. Reinhold Ettel SJ
Ignatiushaus, Linz

Mo, 13. November 2017, 14.30 Uhr - Mi, 15. November 2017, 12.30 Uhr
Bildungstage für Ober/innen und Koordinator/innen
Seminar
P. Alois Riedlsperger SJ, Mag. Carina Spernbour-Näpflin, Anmeldung erforderlich
Kardinal König Haus, 1130 Wien

Fr, 24. November 2017, 18.00 Uhr - So, 26. November 2017, 12.00 Uhr
Tage der Stille
P. Reinhold Ettel SJ
Ignatiushaus, Linz

Fr, 1. Dezember 2017, 18.00 Uhr - So, 3. Dezember 2017, 17.00 Uhr
Ikonenmalen
P. Iwan Sokolowski SJ, Renate Grasberger
Anmeldung und Informationen im Kardinal König Haus
Kardinal König Haus, 1130 Wien

GEBET & GOTTESDIENST
Zum täglichen Online-Gebet

20. August 2017

Gottesdienst:
Innsbruck, Jesuitenkirche, 11:00 , Jacques Boyvin und François Couperin - Orgelwerke Johannes Blaas, Orgel

27. August 2017

Gottesdienst:
Innsbruck, Jesuitenkirche, 11:00 , Wolfgang Ebner und Johann Jacob Froberger - Orgelwerke Marian Polin, Orgel

<zur Übersichtsseite>
GEBETSANLIEGEN DES PAPSTES

Gebetsmeinungen des Papstes für August

Die zeitgenössischen Künstler mögen durch ihre Kreativität vielen helfen, die Schönheit der... <mehr>
BEVORSTEHENDE GEDENKTAGE

Edmund Campion

(1. Dezember)

Edmund Campion, der bekannteste englische Jesuitenmärtyrer, wurde am 25. Jänner 1540 in London als Sohn eines Buchhändlers geboren. Seine Eltern hatten sich wie die meisten Bewohner Londons damals bereits der neuen Anglikanischen Kirche zugewandt.
Am St. John's College in Oxford absolvierte Edmund Campion zunächst die philosophischen Fächer, im Anschluss daran studierte er Theologie. Er gewann großes Ansehen als Redner und Dozent und wurde zum anglikanischen Diakon geweiht.
Als Königin Elisabeth I. 1566 Oxford besuchte, beeindruckte Campion sie durch seine lateinische Begrüßungsrede derart, dass sie ihm eine glänzende Laufbahn in Aussicht stellte. Allerdings hatte das Theologiestudium bei Campion Zweifel an der neuen Lehre verdichtet, und so entschied er sich schließlich gegen die Karriere und für den katholischen Glauben. Campion zog sich 1569 nach Irland zurück und schrieb dort seine "Geschichte Irlands", bis antikatholische Strömungen ihn auch als Dublin vertrieben. 1571 reiste er verkleidet und unter falschem Namen ins Gebiet der Spanischen Niederlande, wo er in Douai (heute Nordfrankreich) in das kürzlich gegründete Priesterseminar für Engländer eintrat.
Nach einer Pilgerreise nach Rom trat Campion 1573 in die Gesellschaft Jesu ein. Er wurde in die österreichische Ordensprovinz geschickt, wo er das Noviziat in Brünn absolvierte. In Prag lehrte er ab 1575 Rhetorik und Philosophie, schrieb lateinische Theaterstücke und war ein bekannte und gesuchter Prediger. 1578 wurde er zum Priester geweiht.
1579 kam es zur Gründung einer englischen Provinz durch den Generaloberen des Ordens, und Campion wurde als einer der ersten 1580 dorthin entsandt.
Da die Geheimdienste der englischen Königin Elizabeth I. von der bevorstehenden Ankunft katholischer Priester erfahren hatten, ließen sie die Häfen überwachen. Die Jesuiten mussten sich trennen und betraten im Juni 1580 einzeln und in Verkleidung englischen Boden.
In London verfasste Campion zunächst seinen später berühmt gewordenen Brief an den Kronrat der Königin. Dieses Schriftstück wurde ohne sein Wissen weiterverbreitet und motivierte vielen Katholiken, weiterhin für ihre Überzeugung einzustehen.
Ein Jahr lang zog Edmund Campion als Seelsorger durch die englischen Grafschaften, traf jeweils tagsüber an einem Ort ein, predigte, nahm am Abend die Beichte ab und feierte am Morgen, bevor er in den nächsten Ort weiterreiste, die heilige Messe. 1581 kehrte er nach London zurück, wo Ende Juni in Robert Persons Geheimdruckerei seine Schrift "Rationes decem" ("Zehn Gründe" für den Katholizismus als wahre Religion) vervielfältigt wurde. Das Buch fand weite Verbreitung und erregte großes Aufsehen. Die Regierung verdoppelte ihre Anstrengungen, den Verfasser zu verhaften und aus dem Verkehr zu ziehen. Campion floh aufs Land, wurde aber schon zwei Wochen später bei einer katholischen Familie in Berkshire von einem professionellen "Priester-Jäger" enttarnt und gemeinsam mit anderen Priestern gefangengenommen.
In London legte Königin Elizabeth I. Wert darauf, persönlich mit ihm zu sprechen, und versuchte ihn dazu zu bewegen, dem katholischen Glauben abzuschwören. Doch obwohl man ihm höchste Ämter in der Anglikanischen Kirche in Aussicht stellte, blieb er bei seiner Überzeugung. In der Folge wurde er mehrmals gefoltert, im November 1581 unter der falschen Anklage des Hochverrats und eines Komplotts gegen das Leben der Königin zum Tod verurteilt und gemeinsam mit Alexander Briant und dem Weltpriester Ralph Sherwin am 1. Dezember 1581 in Tyburn bei London hingerichtet.
1886 wurde Campion von Papst Leo XIII. selig- und 1970 von Papst Paul VI. heiliggesprochen. Der 1. Dezember wurde zum Gedenktag der englischen Jesuitenmärtyrer.

Aus einem Brief des hl. Edmund Campion vom 19. Juli 1580 an den Kronrat der Königin von England, Elizabeth I.:

Da Ihr, hochgeehrte Räte Ihrer Majestät, gewohnt seid, in den wichtigsten Geschäften mit großer Sachlichkeit und Weisheit voranzugehen, so zweifle ich nicht, dass Ihr mit voller Klarheit das feste Fundament erkennen werdet, auf dem der katholische Glaube ruht, sobald Ihr die umstrittenen Glaubensfragen, die von unseren Gegnern zumeist verdunkelt und verworren vorgebracht werden, in rechter Ordnung und ohne Verfälschung durchschaut habt. Ich bin gewiss, dass Ihr dann auch geneigter und wohlwollender uns anhören werdet, die wir gerne bereit sind, für Euer Heil unser Leben hinzugeben. Viele unschuldige Hände erheben sich täglich und ohne Unterlass für Euch zum Himmel. Diesen Eifer für Euch beweisen Engländer, die, als erste einer nicht endenden Reihe von Generationen, sich um Tugend und Wissen mühen und fest entschlossen sind, nicht eher von der Sorge um Euer Heil abzulassen, bis sie entweder Eure Seelen für Christus gewonnen haben, oder, von Euren Lanzen durchbohrt, hochherzig gefallen sind. Und, was unsere Gesellschaft betrifft, mögt Ihr wissen: Wir alle, die wir zur Gesellschaft Jesu gehören, weit zerstreut über die ganze Welt, haben einen heiligen Bund geschlossen; wir werden die Kreuze, die Ihr uns auferlegt, großmütig tragen und die Hoffnung auf Euer Heil nicht aufgeben, solange auch nur einer von uns übrig ist, der an Eurem Tyburn sich freuen und unter Euren Foltern gequält werden und in Euren Kerkern umkommen kann. Schon längst ist der Beschluss gefasst; nach Gottes Willen hat der Kampf begonnen. Keine Gewalt, kein Ansturm der Gegner wird siegen. Auf diese Weise ist einst der Glaube gepflanzt und weitergegeben worden; in derselben Weise wird er in seine ursprüngliche Würde zurückgeführt. Wenn dieses Schreiben zurückgewiesen wird und mein ehrlicher Versuch kein Ergebnis hat, wenn die Reise, die ich über viele tausend Meilen um Euretwillen auf mich genommen habe, keinen Dank findet, bleibt mir nur eines übrig; ich werde Euch und meine Sache Gott empfehlen, der die Herzen erforscht. Ihn bitte ich inständig, dass er jetzt uns seine Gnade gibt und dass wir einst im Himmel, wo alles Unrecht vergessen ist, in ewiger Freundschaft leben.

PDF-File