Do, 4. April 2013, 19.30 Uhr - Di, 21. Mai 2013, 19.00 Uhr
Strich Punkt
Ausstellung
Katharina Stiglitz / Gerlinde Wurth
JesuitenFoyer, 1010 Wien, Bäckerstraße 18
Di, 21. Mai 2013, 18.30 - 20.00 Uhr
Evening-Prayer
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Di, 21. Mai 2013, 20.00 - 21.30 Uhr
IMPULSION – Impuls und Diskussion
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Mi, 22. Mai 2013, 10.00 - 11.30 Uhr
Bibel am Mittwoch
Offene Bibelrunde
P. Leo Wallner SJ
Kardinal König Haus, 1130 Wien
Do, 23. Mai 2013, 19.30 - 21.00 Uhr
ERLÖSUNG - ich: befreit
Jahr des Glaubens - Chance des Wissens: "GOTT und ICH" - Schlüsselbegriffe lebendigen christlichen Glaubens
P. Fritz Sperringer SJ
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Do, 23. Mai 2013, 19.30 - 21.30 Uhr
Konzert - Ein Deutsches Requiem
Johannes Brahms
Karten: 0664/ 336 64 64, bestellung@chorvereinigung-augustin.at
Jesuitenkirche Wien, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 1
Do, 23. Mai 2013, 19.30 Uhr
Die Missionskirchen von Chiquitos im Tiefland von Bolivien (Vortrag)
Bau und Restaurierung der Kirchen von Martin Schmid (1694-1772)
Dr. Eckhard Kühne (Zürich); eine Veranstaltung in Kooperation mit der TU Graz
TU Graz
Fr, 24. Mai 2013, 19.30 - 20.30 Uhr
Eucharistie: "Für alle" oder "für viele"?
Lange Nacht der Kirchen
P. Norbert Baumert SJ / Mag. Maria-Irma Seewann
Sakristei
Fr, 24. Mai 2013, 20.00 Uhr - Sa, 25. Mai 2013
"Nacht der Offenen Tür" in der Alten Burse
Lange Nacht der Kirchen
Gespräch und Begegnung
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Fr, 24. Mai 2013, 20.30 - 20.45 Uhr
Gebet der liebenden Aufmerksamkeit
Lange Nacht der Kirchen
P. Elmar Mitterstieler SJ
Jesuitenkirche Wien, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 1
Fr, 24. Mai 2013, 20.30 - 21.00 Uhr
Orgelspiel
Lange Nacht der Kirchen
Vorstellung der Orgel durch den Organisten Michael Gailit
Jesuitenkirche Wien, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 1
Fr, 24. Mai 2013, 21.00 - 22.00 Uhr
Kirchenführung
Lange Nacht der Kirchen
P. Friedrich Sperringer SJ
Jesuitenkirche Wien, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 1
Fr, 24. Mai 2013, 21.00 Uhr
"Der Teufel weint - Gott lacht! Kommt, wir wollen tanzen...." (Vortrag)
Das Patronatsfest zu Ehren des Hl. Ignatius von Loyola bei den Chiquitanos in Bolivien
Dr. Sieglinde Falkinger (Klagenfurt); eine Veranstaltung in Kooperation mit der KFU Graz (Zentrum für Inter-Amerikanische Studien)
Barocksaal - Priesterseminar Graz (8010, Bürgergasse 2)
Fr, 24. Mai 2013, 22.00 Uhr
San Ignacio de Loyola (sakrale Barockoper)
Entstanden um 1750 in einer der Missionen des Jesuitenordens in Bolivien
Musikalische Leitung: Susanne Scholz, Inszenierung: Roman Lemberg, Solisten: Anna-Maria Gieron, Petra Göndöcs, Eszter Gurban und Richard Tamas
Mausoleum (neben dem Dom)
Fr, 24. Mai 2013, 23.00 Uhr - Sa, 25. Mai 2013
Jesuit-Sein heute
Lange Nacht der Kirchen
Zwei Jesuiten erzählen davon, was dem Jesuitenorden heute wichtig ist und wie ein Jesuitenleben heute konkret aussieht.
Sakristei
Sa, 25. Mai 2013, 09.00 - 18.00 Uhr
In Liebe das Leben wagen
Ehevorbereitung
P. Hans Brandl SJ, Ruth und Georg Leibnitz
Kardinal König Haus, 1130 Wien
Mo, 27. Mai 2013, 19.30 - 21.30 Uhr
Konzert: Harmonies - Orgel & Gesang
Agnes Palmisano (Sopran) und Wolfgang Kogert (Orgel) präsentieren zeitgenössische Musik aus Österreich
Jesuitenkirche Wien, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 1
Di, 28. Mai 2013, 18.30 - 21.30 Uhr
Evening-Prayer und Barabend
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Di, 4. Juni 2013, 18.30 - 20.00 Uhr
Evening-Prayer
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Di, 4. Juni 2013, 20.00 - 21.30 Uhr
Sei verhaltensauffällig! - Ein Workshop zur Zivilcourage
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Do, 6. Juni 2013, 19.00 - 21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung in der Zacherlfabrik
es sprechen Sven Hartberger und Gustav Schörghofer SJ
Zacherlfabrik, 1190 Wien, Nußwaldgasse 14
Di, 11. Juni 2013, 18.30 - 21.30 Uhr
Evening-Prayer und Barabend
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Mi, 12. Juni 2013, 19.30 - 21.00 Uhr
Paulus neu gelesen: Der Römerbrief - kursorische Lektüre
P. Norbert Baumert SJ / Mag. Maria-Irma Seewann
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Mo, 17. Juni 2013, 10.00 Uhr - Fr, 21. Juni 2013, 13.00 Uhr
Altsein / Altwerden in Orden
Seminar 2 – Das Ende in Blick nehmen
P. Klaus Schweiggl SJ, Mag. Carina Spernbour-Näpflin, Anm. erforderlich
Kardinal König Haus, 1130 Wien
Di, 18. Juni 2013, 18.30 - 20.00 Uhr
Evening-Prayer
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Di, 18. Juni 2013, 20.00 - 21.30 Uhr
Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder!
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Mi, 19. Juni 2013, 10.00 - 11.30 Uhr
Bibel am Mittwoch
Offene Bibelrunde
P. Leo Wallner SJ
Kardinal König Haus, 1130 Wien
Do, 20. Juni 2013, 19.30 - 21.00 Uhr
MUTTER GOTTES - Erste von mir
Jahr des Glaubens - Chance des Wissens: "GOTT und ICH" - Schlüsselbegriffe lebendigen christlichen Glaubens
P. Fritz Sperringer SJ
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Do, 20. Juni 2013, 19.30 - 22.00 Uhr
Konzert in der Zacherlfabrik
Klangforum Wien
Werke von Isabel Mundry, Mathias Spahlinger, Bernd Richard Deutsch, Kaija Saariaho
Zacherlfabrik, 1190 Wien, Nußwaldgasse 14
Di, 25. Juni 2013, 18.30 - 21.30 Uhr
Evening-Prayer und Barabend
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Do, 27. Juni 2013, 19.30 - 22.00 Uhr
Konzert in der Zacherlfabrik
Werke von Beethoven und Brahms
Zacherlfabrik, 1190 Wien, Nußwaldgasse 14
Di, 2. Juli 2013, 18.30 - 23.00 Uhr
Wir feiern! Festliches Evening-Prayer und Sommerfest
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Alte Burse, 1010 Wien, Sonnenfelsgasse 19
Di, 13. August 2013 - Mo, 19. August 2013
Ikonenmalen - in Verbindung mit dem Jesusgebet
P. Josef Kazda SJ, Sonja Skrepek, Anmeldung: ignatiushaus.at@jesuiten.org, Tel.: 0732/ 770 866-0
Exerzitienhaus Subiaco, Kremsmünster
Sa, 24. August 2013, 18.00 Uhr - Sa, 31. August 2013, 09.00 Uhr
Barfuß im Herzen. Ignatianische Einzelexerzitien (vorrangig für junge Erwachsene)
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Haus Antonius, Grein an der Donau (Oberösterreich)
Mi, 28. August 2013, 19.30 - 22.00 Uhr
Konzert in der Zacherlfabrik
Werke von Mozart, Ehrenfellner, Korngold
Zacherlfabrik, 1190 Wien, Nußwaldgasse 14
Fr, 6. September 2013, 08.00 Uhr - Mi, 18. September 2013, 20.00 Uhr
Unruhig zu Gott. Ein spiritueller Pilgerweg auf den Spuren des von Franz von Assisi
IMpulsLEBEN für junge Leute bis 35 Jahre
www.impulsleben.at
Florenz
Mo, 30. September 2013, 10.00 Uhr - Fr, 4. Oktober 2013, 13.00 Uhr
Altsein / Altwerden in Orden
Seminar 3 – Die Zukunft in Blick nehmen
P. Klaus Schweiggl SJ, Mag. Carina Spernbour-Näpflin, Anm. erforderlich
Kardinal König Haus, 1130 Wien
Mo, 30. September 2013, 19.30 - 22.00 Uhr
Konzert in der Zacherlfabrik
Jazz Session
Duo Matthias Bartolomey & Klemens Bittmann
Zacherlfabrik, 1190 Wien, Nußwaldgasse 14
So, 24. November 2013, 09.00 - 15.00 Uhr
Informationstag für junge Männer
Wie Jesuiten heute leben und arbeiten
Jesuitenkolleg Innsbruck, Sillgasse 6
Fr, 29. November 2013, 18.00 Uhr - So, 1. Dezember 2013, 18.00 Uhr
Tage der Stille
P. Bernhard Bürgler SJ / Sr. Petra Hiemetzberger CJ / Sr. Johanna Schulenburg CJ
Kardinal König Haus, 1130 Wien
24. Mai 2013
Gottesdienst:Hauskapelle, John Ogilvie-Haus, 19:20 , Eucharistiefeier - Zelebrant: P. Thomas Neulinger SJ
26. Mai 2013
Gottesdienst:Wien, Jesuitenkirche, 10:30 , Joseph Haydn - Kleine Orgelsolomesse
Gottesdienst:
Innsbruck, Jesuitenkirche, 11:00 , Werke von G. P. da Palestrina, J. H. Schein und H. Schütz - Vokalensemble an der Jesuitenkirche
<zur Übersichtsseite>
Gebetsmeinungen des Papstes für Mai
1. Für die Anwälte der Gerechtigkeit: dass sie ihr Amt unbescholten und gewissenhaft ausüben. Der... <mehr>Geschichte bis 1773
Die Gesellschaft Jesu, 1540 gegründet, sollte nach dem Willen des hl. Ignatius mobil sein. Er wollte, dass die Jesuiten frei seien, jederzeit dahin zu gehen, wo sie am dringendsten gebraucht würden – zur größeren Ehre Gottes und um den Menschen zu helfen. Diese Zielsetzung führte unter anderem dazu, dass Jesuiten als Missionare in alle Weltgegenden aufbrachen. Nachdem 1548 eine Jesuitenschule in Messina (Sizilien) gegründet worden war, entdeckte der Orden, dass gerade im 16. Jahrhundert Bildung ein ausgezeichnetes Mittel für die Seelsorge war. So nahmen der Orden insgesamt und seine Bildungseinrichtungen einen starken Aufschwung: Beim Tod des Ordensgründers Ignatius gab es bereits 40 Schulen und weltweit über 1.000 Jesuiten.
Österreich
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts war die religiöse Situation und besonders die Lage der katholischen Kirche in weiten Teilen der habsburgischen Erblande verworren: viele Pfarren waren verwaist (in Wien hatte es 20 Jahre lang keine Priesterweihe gegeben), und der Großteil des Adels neigte dem Protestantismus zu. In dieser Lage ergriff König Ferdinand I. die Initiative. Schon 1542 hatte er P. Nikolaus Bobadilla kennen gelernt, einen der ersten Gefährten des Ignatius, und am Augsburger Reichstag 1545 hörte er die Predigten des P. Claude Jay, von denen er tief beeindruckt war. So schrieb der König am 11. Dezember 1550 an Ignatius von Loyola nach Rom, dass er beabsichtige, in Wien möglichst bald ein Kolleg zu gründen. Dazu bitte er um die Entsendung von Claude Jay und einigen anderen Jesuiten. Ignatius stimmte sofort zu.
Bereits am 25. April 1551 trafen die ersten Jesuiten in Wien ein, im März 1552 schloss sich ihnen P. Petrus Canisius an.
Die Jesuiten begannen bald mit ihrer Lehrtätigkeit; 1554 zählte man in fünf Klassen bereits fast 300 Schüler. Ebenfalls in diesem Jahr übersiedelten die Jesuiten mit allen Schülern in ein neues Haus, in das ehemalige Karmeliterkloster Am Hof. Zur gleichen Zeit äußerte der König den Wunsch, ein Theologe möge ein kurzes Handbuch der christlichen Lehre verfassen - daraus entstand der bekannte Katechismus des Canisius, der erstmals 1555 in Wien gedruckt wurde.
Schulen und Kollegien wurden in Innsbruck (1562), Graz (1572), Linz (1608) und an anderen Orten gegründet. Durch diese Kollegien und durch weitere Aktivitäten hatte der Orden großen Anteil an der katholischen Reform in Österreich.
Die alte Österreichische Provinz - gegründet 1563 - umfasste bis 1773 Österreich und Ungarn (Böhmen war seit 1622 eine eigenständige Provinz; die Kollegien in Innsbruck und Hall gehörten zur Oberdeutschen Provinz) - im 18. Jahrhundert zählte sie bis über 1.900 Mitglieder, die in Schule, Universität, als Beichtväter (auch des Kaisers, seiner Familie und zahlreicher Adeliger) und Prediger und in vielen anderen Bereichen tätig waren - darunter auch viele herausragende Wissenschafter.
Jesuitentheater
Ein wichtiges Element der jesuitischen Pädagogik war das Jesuitentheater, eine Mischung von moralischer Unterweisung und Spaß am Spiel. Es war ein geeignetes Mittel, das breite Volk auf anschauliche Weise in menschlichen und religiösen Fragen weiterzubilden. Viele Jesuiten verfassten, soweit sie in Kollegien arbeiteten, im Laufe ihres Lebens Theaterstücke oder gar Opern. In Wien waren die beiden bekanntesten der Südtiroler Nikolaus Avancini (1611-86) und Johann Baptist Adolph (1657-1708). Der Erstgenannte hat zugkräftige Bühnenstücke geschrieben, die teils einfache Schuldramen, teils Prunkstücke zu Ehren österreichischer Herrscher und zur Feier politischer Ereignisse gewesen sind; Adolph war einer der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Jesuitendramas der Spätzeit, der durch seine Dramen nicht nur die Zuschauer der Kollegsbühne am Professhaus in Wien (heute „Kirche am Hof"), sondern auch den kaiserlichen Hof erfreuen konnte.
Wissenschafter
Der Mathematiker Christoph Clavius wirkte entscheidend an der großen Kalenderreform von Papst Gregor XIII. im Jahre 1582 mit und entdeckte mehrere Mondkrater. Der Universalgelehrte Athanasius Kircher schuf mit der »Laterna magica« den Vorläufer des heutigen Projektionsapparates. Er konstruierte eine der ersten Rechenmaschinen und verwendete zur Temperaturmessung erstmals Quecksilber. In Österreich ist im Bereich der Astronomie P. Maximilian Hell (1720-1792) zu nennen, im Bereich der Landvermessung P. Joseph Liesganig (1719-1799). In den Sprachwissenschaften schrieben die Jesuiten die ersten Grammatiken des Chinesischen, studierten als Erste das Sanskrit der Inder und schufen in Brasilien ein Wörterbuch mit Ausdrücken, die alle Indianerstämme verstanden.
Jesuitenmissionare
In den Ordenssatzungen ist festgehalten, dass die Mitglieder der Gesellschaft Jesu je nach ihrer Begabung dort eingesetzt werden sollen, wo sie ihr Charisma am besten entfalten können. Das ist der Grund, weshalb Jesuiten in den verschiedensten Berufen eingesetzt wurden. Vor allem durch den Aufbruch in unbekannte Länder wurden die Jesuitenmissionare vielfach zu bahnbrechenden Entdeckern, Geographen und Sprachwissenschaftlern. So befuhr Pater Jacques Marquette 1673 als Erster zusammen mit sechs Gefährten 1.700 Meilen des Mississippi. Weit bedeutender noch waren die Anstrengungen der Jesuiten zur Erschließung von Hinterindien, Tibet und vor allem in China. Der portugiesische Jesuit Antonio de Andrade durchquerte als erster Europäer den Himalaya. Pater Barnabas Cabo brachte im 17. Jahrhundert die Chinarinde, auch Jesuitenrinde genannt, von Südamerika nach Europa. Sie bildete über 250 Jahre das Heilmittel gegen Malaria. Der Linzer Jesuit P. Johann Grueber, der in China mit P. Adam Schall von Bell zusammenarbeitete, wurde von diesem beauftragt, einen Landweg nach Europa ausfindig zu machen. Nach mehr als zweijähriger Reise kam er in Rom an. Auf seinem Weg unter anderem durch Mansu, Tibet, Nepal und Agra machte er viele Aufzeichnungen über Völker und Brauchtum der durchwanderten Gebiete. Der Bericht über die Reise und über China in Athanasius Kirchers „China illustrata" stammt im wesentlichen von P. Grueber. Sein Denkmal steht vor dem Jesuitenkolleg am Freinberg in Linz.
In den Missionen war die Astronomie eine wertvolle Stütze der apostolischen Arbeit. Besonders in China wurden Jesuiten als Hofastronomen mit der Reform des chinesischen Kalenders betraut. Sie zeigten, dass sie Sonnen- und Mondfinsternisse exakter voraussagen konnten als die einheimischen Astronomen und daher von den „Dingen des Himmels" offensichtlich mehr verstanden. Wie intensiv der Orden in der Astronomie tätig war, zeigen die Namen von 35 Jesuiten, welche heute noch in der Mondgeographie zu finden sind.
In Südamerika, in Teilen der heutigen Staaten Paraguay, Brasilien, Argentinien und Uruguay, versuchten die Jesuitenmissionare Urwaldbewohner in festen Dörfern, sogenannten Reduktionen zu sammeln. Diese Reduktionen waren rasch, auch auf wirtschaftlichem Gebiet, erfolgreich. Es handelte sich um den Versuch, zusammen mit der Bekehrung der Indianer ein christliches Sozialsystem einzuführen und die Indianer so vor der Ausbeutung durch Spanien zu schützen. Dieser sogenannte „Jesuitenstaat von Paraguay" bestand über 150 Jahre lang, von 1610 bis 1767, dem Jahr, in dem die Jesuiten aus Südamerika vertrieben wurden.
Aufhebung
Der Orden hatte bis zum Ausgang der Barockzeit immer noch großen Einfluss. Er stellte Hofbeichtväter und bedeutende Prediger. Während der ersten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts wuchs aber die Zahl der Gegner der Gesellschaft Jesu, auch in Österreich. Die gewaltsame Aufhebung des Ordens, von den europäischen Fürstenhäusern betrieben, vollzog sich in mehreren Etappen: Ab 1759 wurden die Jesuiten aus einzelnen europäischen Ländern vertrieben. Im Juli 1773 zog dann Papst Klemens XIV. den Schlussstrich unter diese Entwicklung und stellte das Aufhebungsdokument aus, das einen Monat später in Kraft trat. Der Papst wies darin zwar auf die früheren Verdienste des Ordens bei Vertiefung und Ausbreitung des Glaubens hin, betonte aber seine Pflicht, im Sinne des Friedens und zur Vermeidung von Streit und Zwietracht innerhalb der Kirche den Jesuitenorden aufzuheben. Eine umfassende Beweisführung über die den Jesuiten vorgeworfenen Verfehlungen erfolgte nicht. In Österreich wurden die Jesuiten als Personen nicht des Landes verwiesen, sondern vielfach noch in den Bereichen Seelsorge, Bildung und Wissenschaft dem oben genannten Vorschlag der Aufhebungskommission entsprechend verwendet.

