450 Jahre Österreichische Jesuiten
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Do, 1. Jänner 1970, 01.00 Uhr
Innerlich freier und liebender Mensch werden
Robert Deinhammer SJ: "Man kann viel Wichtiges bei den Jesuiten lernen, zum Beispiel, dass der Schein oft trügt. Aber im Ernst: In unserer Spiritualität geht es darum, die gesamte Welterfahrung mit dem Glauben zu konfrontieren und sich in den Dienst nehmen zu lassen, das Evangelium in der konkreten Situation, in der man sich gerade befindet, zu leben und weiterzugeben."
Kardinal König Haus, 1130 Wien

GEBET & GOTTESDIENST
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24. Mai 2013

Gottesdienst:
Hauskapelle, John Ogilvie-Haus, 19:20 , Eucharistiefeier - Zelebrant: P. Thomas Neulinger SJ

26. Mai 2013

Gottesdienst:
Wien, Jesuitenkirche, 10:30 , Joseph Haydn - Kleine Orgelsolomesse

Gottesdienst:
Innsbruck, Jesuitenkirche, 11:00 , Werke von G. P. da Palestrina, J. H. Schein und H. Schütz - Vokalensemble an der Jesuitenkirche

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GEBETSANLIEGEN DES PAPSTES

Gebetsmeinungen des Papstes für Mai

1. Für die Anwälte der Gerechtigkeit: dass sie ihr Amt unbescholten und gewissenhaft ausüben. Der... <mehr>
BEVORSTEHENDE GEDENKTAGE

Innerlich freier und liebender Mensch werden

Robert Deinhammer SJ

Was ist für Dich das Wichtigste, das man bei den Jesuiten lernen kann?
Man kann viel Wichtiges bei den Jesuiten lernen, zum Beispiel, dass der Schein oft trügt. Aber im Ernst: In unserer Spiritualität geht es darum, die gesamte Welterfahrung mit dem Glauben zu konfrontieren und sich in den Dienst nehmen zu lassen, das Evangelium in der konkreten Situation, in der man sich gerade befindet, zu leben und weiterzugeben.

Man kann bei den Jesuiten vor allem innere und äußere Beweglichkeit lernen, eine Haltung der Verfügbarkeit und Lernbereitschaft.

Man lernt sich mit seinen Stärken und Schwächen immer deutlicher kennen. Im Grunde würde ich sagen: Das Wichtigste, das man überhaupt lernen kann, besteht darin, ein innerlich freier und liebender Mensch zu werden. Und das kann man auch bei den Jesuiten lernen.

Welche Bedeutung hat die Gemeinschaft der Mitbrüder?
Eine wesentliche Bedeutung. Ich bin Teil einer weltweiten Gemeinschaft, auf die ich mich verlassen kann, ich weiß mich in einer Gruppe von Menschen mit ähnlichen Zielen und ähnlichen Werten, ich kann in einer „Kontrastgesellschaft“ leben und muss mich nicht dem Zeitgeist unterordnen. Das empfinde ich als großes Privileg. Ignatius von Loyola spricht vom „Leib der Gesellschaft“, in dem der Heilige Geist die einzelnen Glieder verbindet und sendet. Das gilt ja für die Kirche überhaupt. In der Realität gibt es natürlich auch immer wieder Konflikte und Missverständnisse, das gehört dazu. Aber es entstehen auch wirkliche Freundschaften im Orden.

Warum gerade die Jesuiten?
Da könnte ich jetzt Vieles sagen. Wahrscheinlich hat mich anfangs vor allem die intellektuelle Schlagseite angezogen, der Versuch, Glaube und Vernunft zu vereinbaren und in einer reflektierten Weise voranzugehen. Auch die guten Erfahrungen, die ich in Exerzitien machen durfte, waren wichtig. Immer mehr fasziniert mich der Name des Ordens: „Gesellschaft Jesu“. Damit ist das ganze Programm des christlichen Glaubens auf den Punkt gebracht: Wir Menschen stehen gemeinsam mit Jesus vor Gott, wir haben Anteil an der ewigen Liebe des Vaters zum Sohn, wir dürfen für immer im Heiligen Geist leben. Darum geht es ja. Und für diesen Glauben möchte ich mich einsetzen.


Gebet
Ich will mich nicht verstecken, sondern mich öffnen in der Liebe zu Dir und jedem Menschen, den Du mir zeigst. Das wird mich überfordern. Doch in Deiner Treue schenkst Du die Kraft und die Bescheidenheit, den Nächsten und mich selber in dieser Beziehung wachsen zu lassen. Da bin ich trotz allen Zauderns zuversichtlich. Amen. (Christian Herwartz SJ)

Müht Euch, diese oder jene Person nicht als schön oder hässlich anzusehen, sondern als Bild der heiligsten Dreifaltigkeit, als Glied Christi, als in seinem Blut gebadet. (Juan de Polanco SJ im Auftrag von Ignatius an Emerio de Bonis, Rom, 23. Mai 1556)

 

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